Für die erste Mannschaft des Schachclubs Rheintal wird die Luft in der 2. Liga zunehmend dünner. Gegen die stark aufspielende Mannschaft von Gonzen setzte es in der vierten Runde eine deutliche ½:5½-Niederlage ab.
Zu Beginn waren die Kräfteverhältnisse noch ausgeglichen, doch bereits nach rund anderthalb Stunden Spielzeit konnten die Gastgeber die Initiative an mehreren Brettern übernehmen. Besonders Mario Semadeni und Urs Benninger gerieten mit den schwarzen Steinen früh unter Druck, als ihre Gegner konsequent auf den Königsangriff setzten.
Semadeni musste seine Partie nach Materialverlust aufgeben, wenig später erwischte es auch Pius Steiger. Eine taktische Wendung kostete ihn eine Figur, worauf seine Stellung nicht mehr zu halten war. Gonzen lag damit bereits nach zweieinhalb Stunden mit 2:0 in Führung.
Urs Benninger verteidigte sich lange und zäh gegen einen energischen Angriff auf seinen König. Zwar gelang es ihm zunächst, die unmittelbaren Mattdrohungen abzuwehren, doch der dafür bezahlte materielle Preis erwies sich als zu hoch. Wenig später musste auch er die Waffen strecken.
Kurz darauf fiel die Entscheidung im Mannschaftskampf. Andreas Kezic sah sich einem starken gegnerischen Angriff ausgesetzt und konnte die Niederlage trotz hartnäckiger Gegenwehr nicht mehr verhindern. Damit stand der Sieg für Gonzen bereits früh fest.
An den verbleibenden Brettern kämpften Enrique Lorita und Robert Sandholzer weiter um eine Resultatverbesserung. Lorita erspielte sich vielversprechende Angriffschancen und versuchte, den gegnerischen König mit seinen Schwerfiguren und einem Springer unter Druck zu setzen. Die Partie blieb lange ausgeglichen, ehe ein taktischer Fehler die Entscheidung brachte.
Am Spitzenbrett zeigte Robert Sandholzer einmal mehr seine Kämpferqualitäten. Trotz eines Minusbauern verteidigte er eine komplizierte Stellung präzise und fand immer wieder die besten Fortsetzungen. Nach 76 Zügen und rund fünf Stunden Spielzeit einigten sich die beiden Kontrahenten auf Remis, womit Rheintal zumindest der Ehrenpunkt gelang.
Mit vier Niederlagen aus den ersten vier Runden bleibt die Ausgangslage für die Rheintaler schwierig. In den verbleibenden Begegnungen wird es nun darum gehen, im Kampf um den Ligaerhalt die entscheidenden Mannschaftspunkte zu holen.