Beim Schachclub Rheintal bewegt sich einiges – nicht nur auf den 64 Feldern. An der Hauptversammlung vom 19. September wurde nicht nur an der Uhr gedreht, sondern auch die digitale Zukunft des Vereins präsentiert und auf ein ereignisreiches Schachjahr zurückgeblickt. Lange ausruhen können sich die Rheintaler Schachfreunde allerdings nicht: Bereits am 22. November wartet mit der Rheintalischen Einzelmeisterschaft der nächste grosse Termin.

16 Mitglieder fanden sich zur diesjährigen Hauptversammlung im Clublokal ein. Unter der Leitung von Tagespräsident Urs Benninger ging es zügig durch die Traktanden. Die Jahresrechnung wurde genehmigt, der Beginn der Clubabende auf 19.30 Uhr verschoben und für die Rapidturniere eine neue Kadenz von 25 Minuten beschlossen.

Fast spannender als die trockenen Zahlen war für viele allerdings der Blick in die digitale Zukunft des Vereins. Die neue Website des Schachclubs Rheintal wurde präsentiert – samt webbasierten Werkzeugen für die Turnierverwaltung. Resultate, Ranglisten und Turnierverläufe können damit künftig direkt und übersichtlich dargestellt werden. Dass ein Schachclub nicht zwingend nur mit Brettern, Figuren und Papierlisten arbeiten muss, wurde an diesem Abend ziemlich eindrücklich demonstriert.

Nach dem offiziellen Teil folgte das, worauf sich wohl einige schon während des geschäftlichen Teils gefreut hatten: Imbiss, Gespräche – und danach Blitzschach.

Beim traditionellen HV-Blitzturnier setzte sich Sandro Schmid durch. Gilbert Jost belegte den zweiten Rang, Robert Hauser wurde Dritter. Damit war der Abend endgültig vom Sitzungs- in den Turniermodus gewechselt.

Fünf Turniere, fünf Geschichten

Auch sportlich hatte das Vereinsjahr einiges zu bieten. In der Clubmeisterschaft mit klassischer Bedenkzeit holte sich Markus Wittwer den Titel vor Gilbert Jost und Stephanus Marte.

Im Chess960, wo bereits die ungewöhnliche Ausgangsstellung für erste Denkpausen sorgt, gewann Benjamin Rohner vor Gilbert Jost und Kurt Kaufmann.

Das Rapidturnier ging an Gilbert Jost. Urs Benninger und Markus Zoller belegten die weiteren Podestplätze. Im Club-Cup setzte sich Urs Benninger im Double-Elimination-System im Finale gegen Kurt Kaufmann durch – und offenbar hatte Benninger noch nicht genug: Auch das Blitzturnier entschied er für sich, diesmal vor Gilbert Jost und Benjamin Rohner.

Wer beim Schachclub Rheintal also Abwechslung sucht, bekommt sie reichlich. Klassisches Schach, Rapid, Blitz, Chess960 und Cup sorgen dafür, dass sich niemand dauerhaft in seiner Komfortzone verstecken kann.

Nächster Halt: Aegeten Widnau

Der Blick richtet sich nun bereits auf den nächsten grossen Anlass. Am Sonntag, 22. November 2026, wird im Mehrzwecksaal der Sportanlage Aegeten in Widnau wieder um Punkte, Platzierungen und vielleicht auch ein wenig Ehre gekämpft: Die Rheintalische Einzelmeisterschaft 2026 steht vor der Tür.

Im Open-Turnier treffen erfahrene Clubspieler und ambitionierte Turnierspieler aufeinander. Gleichzeitig erhalten auch Hobbyspieler wieder ihre eigene Bühne.

Gerade das Hobbyturnier hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Wer gerne Schach spielt, aber bisher einen grossen Bogen um offizielle Turniere gemacht hat, kann hier ohne Berührungsängste einsteigen. Die Atmosphäre ist locker, der sportliche Ehrgeiz bleibt trotzdem erhalten – und erfahrene Schachfreunde helfen dort weiter, wo Regeln oder Abläufe noch nicht vertraut sind.

Damit wird die REM auch 2026 wieder zu einem Turniertag für ganz unterschiedliche Spielstärken. Die einen wollen vorne mitreden, die anderen einfach einmal Turnierluft schnuppern.

Am 22. November wird in Widnau deshalb nicht lange gefragt, wer Profi und wer Hobbyspieler ist. Dann zählt vor allem eines: Hinsetzen, Uhr drücken – und spielen.